Category: Newsletter – Archiv

Feb 10

Nur gemeinsam werden wir stärker!

Das neue Jahr hat mittlerweile schon kräftig Fahrt aufgenommen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns zügig darüber Gedanken machen, wie wir innerhalb der Initiative ·Wir sind Breidert· das neue Jahr gestalten wollen. Was ist uns wichtig und welche Schwerpunkte wollen wir setzen?

Das vergangene Jahr hatte zwei unbestrittene Top-Ereignisse: Das Abfackeln des Bücherschrankes und das Erlebnis, dass nach fast genau 50 Jahren wieder Wasser aus dem BraaretBernsche gelaufen ist.

Die Anzahl der neben den regelmäßigen Informations- und Arbeitstreffen durchgeführten Veranstaltungen war etwas geringer als im Vorjahr, dafür aber „gehaltvoller“ und aufwendiger in den Vorbereitungen. Die Neugestaltung der Homepage wurde positiv aufgenommen und hat auch dazu beigetragen, zusätzliche Adressen für den E-Mail-Verteiler zu bekommen. Von unserem „Flaggschiff“, dem Newsletter, wurden 8 Ausgaben und 2 Sonderausgaben produziert und verteilt. Wo wir etwas auf der Stelle treten, ist das Wachstum in der Tiefe und in der Breite, d.h. bei den Akteuren, die sich aktiv in die Initiative einbringen und mitarbeiten.

Wenn ein Fest gefeiert wird, ist es immer gut besucht. In den Arbeitstreffen und Projektteams jedoch trifft man immer die gleichen Gesichter. Bei dem aktuellen Altersdurchschnitt brauchen wir zusätzliche Menschen, die sich aktiv einbringen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, um die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen zu können.

„Interkulturelles und multiethnisches Denken und Handeln“ ist von Anfang an einer unserer Grund-werte, hinter dem wir auch stehen und in vielen Aktionen und Handlungen auch immer wieder unter Beweis stellen, d.h. wir reichen den Mitbürgern die Hand. Bisher wurde sie von Mitbürgern aus anderen Ethnien nur in wenigen Situationen ergriffen. So etwas wie Integration fand nur in Einzelfällen statt.

Karlheinz Weber

Feb 10

Der besondere Mensch im Breidert

Heinz Weber ist, bezogen auf die Initiative ·Wir sind Breidert·“, ein Mann der ersten Stunde, er stand sozusagen an der Wiege und hat die Initiative als wesentlicher Protagonist nachhaltig geprägt. Er war von Anfang an auch so etwas wie das soziale Gewissen der Initiative und hat uns immer wieder an die von ihm mit ausformulierte Leitlinie „Vom Nebeneinander im Miteinander zum Füreinander“ erinnert.
Er hat sehr viel Zeit und Engagement investiert, viele Projekte nicht nur angestoßen, sondern auch realisiert. Ohne ihn sähe die Initiative vermutlich anders aus.
Nun hat er sich aus privaten Gründen entschlossen, seinen Lebensmittelpunkt vom Breidert nach Frankfurt zu verlegen. Aber er möchte nicht der Initiative den Rücken kehren, sondern „im Rahmen der Möglichkeiten“ weiter mitmachen, mitarbeiten und Verantwortung tragen. Was „im Rahmen der Möglichkeiten“ bedeutet, muss noch gefunden werden.
Der Umzug war Anlass, im Rahmen des Jahresausklanges am 14. Dezember 2017, sein Engagement und die Verdienste für die Initiative (…und damit für die Bürger des Breidert) mit der Ernennung zum

„Ehren-Breidertianer“
zu würdigen. In der überreichten Urkunde ist festgehalten, dass damit u.a. ein lebenslanges Asylrecht im Breidert für ihn und seine liebe Frau Uta bei freier Kost und Logis verbunden ist.
Heinz ist ein patenter Kerl, wir sind uns in der Zukunftswerkstatt im Januar 2011 das erste Mal begegnet, haben den Ansatz einer gemeinsamen Vision für das Breidert gehabt und gemeinsam angefangen zu arbeiten, um diese Vision real werden zu lassen. Ich bin froh und dankbar, dass er in mein Leben getreten ist.

Einen kleinen Makel hat er jedoch: Ein echter Owweräirer ist er nicht. Dass er ein Orwischer ist, muss man ja nicht sagen. Was er aber ist: Ein wirklich echter Breidertianer. Vor ein paar Tagen hat er folgenden schwerwiegenden Satz gesagt: „Ein Wohnortwechsel ändert nichts an der Stammeszugehörigkeit!“
Sagen wir einfach mal, er ist ein Kosmopolit!

Karlheinz Weber

Feb 10

Advent am BraaretBernsche (Nachlese)

Eine erneut stimmungsvolle Feier mit zahlreichen Besuchern!

Die Veranstaltung „Advent am Braaret Bernsche ist die schönste Veranstaltung der Initiative ·Wir sind Breidert·. Es passt alles zusammen, die Jahreszeit, das Ambiente, das Flair auf der Lichtung im Wald, die Musik des Musikvereins Viktoria 08, der Duft des Glühweins, der Bratwürste und des Lebkuchens, das helle Rot der Zipfelmützen und „Little Drummer Boy“ mit den „Seitz-Brothers“, und dieses Mal auch noch das Wetter.
Und es ist zudem die Veranstaltung mit dem größten Zuspruch. Um die 200 Menschen waren über die Zeit da, mehr als 50 Liter Glühwein wurden getrunken. Gegen Ende hatte dann auch noch Christof Grolig mit dem Lied: „De Schorsch aus Krotzeborsch“ noch einen besonders überraschenden Auftritt.
Es war eine durch und durch gelungene Veranstaltung, die zu einem festen Bestandteil der Aktivitäten der Breidert-Initiative geworden ist!

Feb 10

Belebende Veränderung

Konversation Spanisch –

Die Funktion des Koordinators des „Konversationskreises Spanisch“ war aus bekannten Gründen vakant. Das Glück war uns jedoch hold: David Faubel, ein Neubürger im Brei-dert, der sowohl Deutsch als auch Spanisch als Muttersprache hat, erklärte sich bereit, diese herausfordernde Aufgabe zu übernehmen.

Aus beruflichen Gründen steht David Faubel erst am späten Nachmittag zur Verfügung. Aber was wir ursprünglich als Handicap sahen, könnte sich jetzt als Vorteil herausstellen, da wir auch ein Angebot außerhalb der Kernarbeitszeit machen und damit auch alternative Zielgruppen ansprechen können. Der „neue Konversationskreis“ wird im Breidert stattfinden und um 18.00 Uhr beginnen.

An der Ausgestaltung der Details können alle InteressentInnen im Rahmen der Konstituierung des Kreises mitbestimmen. Besteht Ihrerseits Interesse, mitzumachen? Dann melden Sie sich bitte, wir möchten baldmöglichst starten!

Nov 14

Wasser und Ebbelwoi aus dem BraaretBernsche

Gelungenes Fest mit besonderer Würdigung!

Ehrenpaten des BraaretBernsche“

Dass nach genau 50 Jahren wieder Wasser aus dem Bernsche fließt, ist sicher als historisches Ereignis zu bezeichnen! Der überraschende Effekt, dass beim Fest am 7. Oktober 2017 mehr oder weniger gleichzeitig auch Ebbelwoi aus dem Gemäuer kam, geriet dabei etwas in den Hintergrund.

Sicherlich haben die mit mehrfachem „Schrumm, schrumm, schrumm, gebt das Wasser frei!“ beschwörten Waldgeister nicht wirklich das Wasser zum Laufen gebracht, vielmehr haben wir mit der Technik etwas nachgeholfen. Aber wir denken, das ist legitim.

Der bei den alten Owweräirern vorhandene Reiz des Bernsche, an dessen Quelle sich Generationen gelabt haben, hat sich wohl auch auf die Breidertianer übertragen. Denn es sind zum Fest ca. 200 Personen der Bitte „Auf zum Bernsche …“ gefolgt, um dabei zu sein, wenn Wasser, vor allem aber Ebbelwoi aus dem Bernsche läuft.

Vermutlich aber auch deshalb, um das „hessische Buffet“ mit Handkäs` mit Musik, echten Frankfurter Würstchen, Rindswürstchen und selbstgebackenen Kuchen zu genießen.

Der Festablauf war sehr kurzweilig und es herrschte eine richtig gute Stimmung. Unser Bürgermeister schoss mit der „kürzesten Rede“, die vom ihm „Poem“ genannt wurde, den Vogel ab.

Text :

Am BraaretBernsche iss´es foi,

do fließt sogoar jetzt Ebbelwoi,

vom Wasserspender ganz zu schweische,

des is direkt zum Herzerweische,

dem goanze Tross en grouße Dank,

un laabt eisch jetzt an diesem Trank!“

Patricia Lips erwiderte als Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins mit einem Kinder-Reim zum Bernsche, das früher scherzhaft als Herkunftsort der Neugeborenen bezeichnet wurde: „Storch, Storch, guter, bring`mir einen Bruder; Storch, Storch, bester, bring mir eine Schwester!“

Nach dem Motto „Ehre, wem Ehre gebührt!“ wurden Karl Gotta und Karl(o) Rebel in An-erkennung ihrer Leistung und ihres Engagement zusammen mit einer Urkunde der Titel „Ehrenpaten des BrarretBernsche“ verliehen.